Moin!

Wie bitte? Werden sich jetzt einige beim lesen der Überschrift denken, wie soll das denn gehen?

Bei diesem Mammut-Projekt das ich vor habe ist Regeneration einer der Schlüssel um dies erfolgreich zu Ende zu bringen. Da reicht es nicht nach dem Wettkampf die Beine mal eben 6 Tage lang hoch zu legen und zu warten, dass man von selbst regeneriert. Deshalb habe ich mich bereits frühzeitig mit dem Thema auseinandergesetzt und alle Vorkehrungen getroffen um einen auf mich maßgeschneiderten Plan für die Regeneration zu finden.

1.    Die Musterung – Der ärztliche Check-up.
Hierdurch soll sicher gestellt werden, dass ich mich keiner Gefahr aussetze einen größeren Schaden davon zu tragen und bestätigt werden, dass ich generell fit genug für das Projekt bin. Ok, dass man bereits einen Schaden hat wenn man so ein Vorhaben von 5 Marathons innerhalb von nur 6 Wochen in Angriff nehmen möchte liegt auf der Hand, aber solch eine Art Schaden wie ihn bestimmt auch einige von euch schon bei sich selbst festgestellt haben meine ich damit nicht ;-). Ich frage ihn zu den Produkten, deren Inhaltsstoffe und Dosierung welche ich mir ausgesucht habe, um sie während des Wettkampfs oder zwischen den Wettkämpfen einzunehmen. Er nickt alles ab und stuft es als unbedenklich oder sogar empfehlenswert ein.

2.    Die Wahl der richtigen Rüstung – Was ziehe ich an?

Hier heißt die Devise nicht experimentieren! Im Wettkampf trage ich NIE neue Kleidung. Auch wenn die Marathonmessen mit ihren unzähligen merchandising Produkten dazu verführen z.B. in dem neuen, extra für Berlin designten Schuh zu laufen oder die Socken welche es endlich in der von mir schon so lang ersehnten Farbe gibt zu kaufen… Don`t do it !

Kaufen ja, es gibt immer wieder viele tolle neue Sachen und Produkte – sofort tragen nein !
Schuhe, Socken, Unterhose, Laufhose, Kompressionsshirt und Laufshirt. Alles bereits mehrfach im Training oder vorherigen Wettkämpfen getestet und für gut befunden. So laufe ich keine Gefahr unangenehme Überraschungen zu erleben. Auch über die Kleidung vor und nach dem Wettkampf mache ich mir Gedanken. Die Klamotten für den Weg hin und zurück welche ich dann im Kleiderbeutel deponiere dürfen ruhig warm und etwas dicker sein, um das gestresste Immunsystem nach dem Lauf zu schützen. Klingt jetzt vielleicht blöd, aber so ein Wettkampf ist auch eine gute Chance um seinen Kleiderschrank etwas auszumisten ;-). Direkt nach der Kleiderbeutelabgabe steht man ja meist schon noch ein Weilchen im Freien bei meist kühlen Temperaturen herum. Hier ziehe ich alte Kleidung an die mich in der Zeit bis zum Start warm hält. Auch eine dieser „Wärmedecken“ welche man nach dem Lauf bekommt nutze ich um mich vor dem Wind zu schützen. Kurz vor dem Start wandern die Klamotten dann in extra dafür bereit gestellte Container oder an den Streckenrand und kommen dann meist einem karitativen Zweck zugute.

3.    Die Wahl der Waffen – Wie verpflege ich mich?

Es hat eine Weile gedauert bis ich die für mich richtigen und gut verträglichen Produkte gefunden habe. Aufgrund einer Fructose Unverträglichkeit welche letztes Jahr bei mir diagnostiziert wurde musste ich einige Produkte aus meinem Repertoire  streichen – und das war gut so ! Nicht nur einmal bekam ich während einem Wettkampf oder einer langen Trainingseinheit Magenkrämpfe. Seit dem ich von der Fructosemalabsorption weiß, geht es mir vieeeeel besser. Wer darüber mehr wissen möchte kann sich hier mal einlesen: http://www.ernaehrung.de/tipps/intoleranzen/intoleranz10.php.

Jetzt hieß es aber nach neuen Produkte zu suchen, welche verträglicher für mich sind. Das war gar nicht so leicht. Die üblichen Verdächtigen enthalten meist Fructose oder Glucose an erster Stelle der Zutatenliste und sind daher für mich eher ungeeignet. In Bonn auf dieser putzigen, kleinen Marathon Messe wurde ich fündig: Ich habe mir ein Halbmarathon Starter Set von Aktiv3 gekauft um die Produkte in der darauffolgenden Woche zu testen.
Ich muss sagen, für mich bisher eine gute Wahl. So habe ich meinen „Patronengürtel“ am Tag vor dem Berlin Marathon auch gleich mit 4 Liquid Tuben und einer Tube Regeneration Turbo beladen. Am Abend vor dem Wettkampf trinke ich einen selbstgemixten Cocktail aus Maltodextrin und einer Prise Salz als isotonisches Getränk. Morgens dann ein kleines Frühstück mit weißem Toast und Honig sowie noch mal ein „Cocktail“.

4.    Die Schlacht – Der Wettkampf

Eigentlich soll ich mit der Zufuhr der Liquids Kohlenhydrate erst bei Km 15 beginnen und alle 5 Km eine halbe Tube zu mir nehmen. Ich fange damit aber schon bei Km 5 an…sicher ist sicher :D. Ich nutze jede Versorgungsstelle um mindestens einen Becher Wasser zu trinken oder zumindest die Menge, die dann halt noch drin ist, wenn man versucht während dem laufen zu trinken ;-). Eine halbe Banane greife ich mir bei Km 20, weil ich etwas Hunger verspüre, später macht es für mich eh keinen Sinn mehr, weil ich sie nicht so schnell verdauen kann. Dann lieber nach dem Lauf was richtiges essen :).

5.    Versorgung der Verwundeten – Schadensbegrenzung

Direkt nach dem Lauf ist der Körper extrem aufnahmebereit für Nährstoffe, die er jetzt so nötig braucht um sich zu erholen. Ich nehme die Tube Regeneration Turbo zu mir, welche ich im Gürtel habe, esse etwas Melone und Banane und trinke zwei Becher Wasser. Die gereichte Wärmedecke um die Hüften gebunden und eine zweite um die Schultern dehne ich mich etwas und mache mich dann auf den Weg zu meinem Kleiderbeutel, wo ich eine zweite Tube zu mir nehme und auch einen Regeneration Drink. Natürlich geht das bestimmt auch anders, aber ich habe gemerkt, dass es mir gut tut und das sollte auch jeder für sich selbst herausfinden.

Frisch geduscht und in warme Klamotten gepackt stelle ich mich nun bei der Massage an. Die Massage direkt danach empfinde ich als enorm wohltuend, auch wenn sie im ersten Moment etwas schmerzhaft ist. Danach zwänge ich mich in meine Kompressionssocken und es geht nach Hause um so schnell wie möglich was richtiges zu Essen.

6.    Nach der Schlacht ist vor der Schlacht – die Tage zwischen zwei Wettkämpfen

Ich gehe jeden Tag mit Kompressionsstrümpfen oder Calf Sleeves zur Arbeit. Ich nehme nach Absprache (wie oben erwähnt) täglich 3x 3 Wobenzym Plus. Montag nehme ich noch einen speziellen Mineraldrink zu mir, aber ansonsten ist noch Pause angesagt. Meine Wade schmerzt noch sehr von der dummen Aktion am Brandenburger Tor. Dienstag ein kleiner Spaziergang und Mittwoch dann schon der erste gaaanz langsame und kurze Lauf über 4 Km. Der Wade hat das wohl gut getan, auch wenn ich noch ein Ziehen verspüre. Donnerstag dann 6 langsame Km. Freitag geht es nach der Arbeit auch schon auf die Autobahn Richtung Köln. Samstag wollte ich noch einen kurzen 15 Minuten-Lauf machen, aber dazu kam ich dann nicht mehr. Entspannen ist angesagt. – Beim Frühstück mit Freunden, auf der Star Wars Ausstellung oder beim Abendessen mit lieben Bekannten.

Schwups ist die Woche auch schon wieder vorbei und der nächste Wettkampf steht vor der Tür. Punkt 2 und 3 stehen wieder an und dann geht es ab ins Bett.

Wie Köln gelaufen ist, ob die Wade gehalten hat und wie gefährlich es sein kann wenn man den Blick von der Straße abwendet, dass erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Keep on running!  😉
Euer Marathon-Manu

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