Vorbereitung – ist wie Ordnung, also das halbe Leben! Ja also, in Vorbereitungen bin ich ganz groß. Seit meinem Entschluss einen Halbmarathon zu laufen, habe ich noch keinen Meter joggend zurückgelegt.

ABER: ich habe mir eine Playlist zum Laufen angelegt, mir neue, bunte, wunderschöne Laufklamotten gekauft und, da ich ja ein kleiner Kontrollfreak bin, eine Polar Pulsuhr mit GPS. Tolles Ding – denke ich – die Bewertungen im Netz und die Beratung im Laufladen sagen das jedenfalls! Bin ja noch keinen Meter damit gelaufen.

Update: GPS ist ehrlich. Mist.
Es gab keine weitere notwendige Vorbereitung die ich als Vorwand nutzen konnte, noch nicht laufen zu gehen. Also habe ich mich aus dem Haus gewagt.

Ganz früh – 07:00 Uhr. Es war noch neblig und ziemlich frisch. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten mit dem GPS gings los. (Man muss nämlich warten, bis man lokalisiert wird, sonst meckert der Polar, man soll zurück zum Ausgangspunkt gehen!)

Hochmotiviert in die erste Ernüchterung meiner angehenden Läuferkarriere: Ich dachte meine Laufstrecke ist ca. 7km lang – schade, denn die nackte Wahrheit sieht anders aus: 5,3km. Thats it! Keinen Meter mehr!

Durch GPS zurück in die Realität – autsch!

Da stimmt doch tatsächlich die beschilderte Länge des Trimm Dich Pfades nicht, der ist kürzer, um 400 Meter – den lauf ich doppelt, sind’s schon 800 Meter. Und dann scheinen die 500 Meter Schilder bei der Stadt ausgegangen zu sein – „Macht ja nix, sagen wir einfach es sind 750 Meter von der Straße zum Sammelparkplatz“, hat sich der von der Strassenmeisterei bestimmt gedacht. Und wieder 500 Meter die ich fest eingeplant hatte, die es aber gar nicht gibt… Somit rutscht mein eh schon bescheidener Schnitt (km/Std) ins Unterirdische!

Es werden Zeiten kommen, da können mir 2km hin oder her nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen. Aber bis dahin ist es noch ein langer, langer Weg!

Packen wir es an!