Unsere Marathon Novizen bekamen im Rahmen des Novizen-Camps eine ausführliche Beratung, worauf beim Equipment-Kauf zu achten ist. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für euch zusammengestellt. Unser Ansprechpartner hierfür war Ralf König von „Lauf- und Berg König“ in Regensburg.

Merkmale eines guten Laufladens

Es ist ein Laufexperte für die Beratung vor Ort. Informiert euch, ob dieser selbst im Laufsport aktiv ist oder den lokalen Laufsport fördert. Verschiedene Läden deutschlandweit sind als „LEX Laufexperten“  oder „R1 Running first“ organisiert.

Die Auswahl der Laufschuhe sollte breit gefächert sein (100 Modelle oder mehr). Wenn die Anzahl Mode- und Lifestyle-orientierter Schuhe die der Laufschuhe übersteigt ist Vorsicht angesagt.

Der Laden muss über die Ausrüstung für Laufanalysen verfügen. In jedem Fall gehört dazu ein Spiegeltisch oder Fußscanner, um die Füße sowie die Bein- und Hüftstellung zu untersuchen, und ein Laufband. Beim diesem solltet ihr darauf achten, dass es möglichst breit, lang und stabil ist, damit ihr beim Laufen nicht ungewollt federt oder das Gerät bewegt.

Der Berater muss individuell auf euch eingehen. Fragen wie „Wie oft läufst du?“ oder „Auf welchem Untergrund läufst du?“ sind wichtig für die Wahl des Schuhs.

Die Laufanalyse

Jeder Fuß und jeder Schuh sind anders und müssen zusammen in Aktion gesehen werden. Sonst steigt die Gefahr, dass es später zu Verletzungen oder Überlastungsproblemen kommt.

Eine Barfußanalyse auf dem Laufband wird gemacht, um die Eigenstabilität ohne Schuhe zu überprüfen.

Tipp: Bringt euren alten Laufschuh mit zum Laden! Die Abnutzung verrät dem Experten bereits viel über euer Laufverhalten.

Die Wahl der Schuhe

Wer häufiger als zweimal die Woche läuft, sollte mindestens zwei oder mehr paar Laufschuhe zum Wechseln haben. Der Grund hierfür ist, dass die Schuhe mindestens 24 Stunden brauchen, um nach Benutzung wieder in ihre Ursprüngliche Form zurückzukehren.

Wenn man einen guten Schuh gefunden hat, kann man natürlich mehrere Paare davon kaufen. Aber bitte nicht unbegrenzt auf Vorrat: Das Material, aus dem die Schuhe gemacht sind, arbeitet und ermüdet auch bei Lagerung. Einen Schuh, der länger als ein Jahr gelegen hat, sollte man mit Vorsicht genießen. Aus diesem Grund auch keine „Ladenhüter“ kaufen.

Vorsicht bei Nachfolgermodellen: Der Laufschuh XYZ aus dem Jahr 2013 kann an entscheidenden Stellen anders gebaut sein als der XYZ von 2012.

Barfußschuhe

Diese Schuhe eigenen sich hervorragend für die Laufschule, also das Lauf-ABC und den Muskelaufbau. Man sollte sich aber langsam daran gewöhnen. Für längere Strecken, also das Marathon-Training, eignen sie sich nicht.

Laufkleidung – Eng oder weit?

Grundsätzlich steht der Wohlfühlfaktor im Vordergrund. Enge Kleidung hat den Vorteil, dass die Gefahr des Aufscheuerns minimiert wird. Bei Laufhosen besteht immer die Möglichkeit, eine weite Hose über die enge zu ziehen.

Laufkleidung – Material

Reine Baumwolle ist denkbar ungeeignet, da sie zu viel Feuchtigkeit aufnimmt. Wer Naturfasern bevorzugt findet aber gute Sachen aus Merinowolle. Bei Funktionsfasern daran denken, dass dies kein geschützter Begriff ist, also sollte man sich schlau machen bzw. beraten lassen statt einfach das günstigste zu nehmen. Hier besteht sonst die Gefahr, dass man am Ende zweimal zahlt – erst für das günstige Angebot und später für die teurere Kleidung, nachdem man gemerkt hat, dass das Schnäppchen nicht taugt.

Laufkleidung – Unterwäsche

Kompressionswäsche sorgt für einen besseren Blutfluss und erhöht gleichzeitig die Stabilität der Muskeln. Dadurch erreicht man eine bessere Regeneration und wirkt geschwollenen Füßen entgegen.