Am 25.7. bin ich gemeinsam mit Marius erfolgreich beim Swiss Alpin Marathon in Davos in einer Spendenstaffel zugunsten ÄRZTE OHNE GRENZEN gestartet. Als Organisatorin von RUN & HELP hatte ich im Vorfeld zwei ambitionierte Läuferteams „angeheuert“, die mit mir diese Traumstrecke von 78 Kilometern in DAVOS gemeinsam als Staffel laufen. Das 30jährige Jubiläum des Swiss Alpin gab mir dazu die Chance. Wir kannten uns im Vorfeld nur über die sozialen Netzwerke und um so spannender wurde unser Treffen dann in Davos, als wir uns alle bei der Pasta Party trafen.

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Es war ein besonders schöner Abend mit all den hochmotivierten Läuferinnen und Läufern, die ich hierfür gewinnen durfte. Am nächsten Tag trafen wir uns alle pünktlich um 07.00 Uhr am Start, um die ersten Läufer der beiden Staffeln bereits anzufeuern. Es war eine unglaubliche Stimmung im Stadion von Davos. Die weiteren Staffelmitglieder machten sich nach dem Start auf, um ihre Wechselstellen aufzusuchen. Per Smartphone konnten wir stets die Zeiten der einzelnen Staffelläufer abrufen und so war es dann ein spannendes Kopf an Kopf Rennen unserer beiden Staffeln. Am Anfang lag unsere Staffel im Rückstand. Dann holten wir auf und Marius, der auf der 25 km-Strecke mit 1500 Höhenmeter ging, legte einen gigantischen Spurt auf seinem Streckenabschnitt zurück. Unglaublich, hatte er doch erst vor zwei Wochen in Roth die Marathondistanz in einer Staffel übernommen. Aber er ist nun mal der begeisterte Läufer, der jede Herausforderung mit unglaublichem Ehrgeiz annimmt. Eine Eigenschaft, die Sportler auszeichnet. So schenkte er mir dann also für meine letzte Distanz über knapp 11 km, die für mich als absoluter Marathonstraßen-Läufer schon sehr anspruchsvoll war, einen imensen zeitlichen Vorsprung. Zum ersten Mal bin ich solche schmalen und mit Wurzeln und Steinen behafteten Strecken gelaufen, bei grandioser Aussicht, die ich allerdings aufgrund der Konzentration nicht ganz so beachten konnte. Zwischendrin hatte ich mal die Gelegenheit, einem vor mir laufenden erfahrenen Trailläufer „auf den Fersen“ zu bleiben. Der wusste genau, wo man seine Füße bei den steilen Passagen hinsetzt und das war für mich von Vorteil. Ich genoss diesen einzigartigen Lauf sehr und freute mich um so mehr, mit Marius und den restlichen Staffelläufern dann kurz vor meinem Finish in das Davoser Sportstadion mit der Fahne von ÄRZTE OHNE GRENZEN ins Ziel zu laufen. Wir erreichten den 9. Platz von 79 Staffeln – ein Ergebnis, dass ich natürlich den ambitionierten Läufern meiner Staffel zu verdanken habe. Aber einmal unter den TOP 10 zu sein – das hat natürlich was.

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Die beiden Staffeln waren ein solch motivertes, laufbegeistertes und sozial engagiertes Team, dass mir dieses Event noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird. Durch einige Sponsoren konnte ich im Vorfeld zusätzlich das Spendenkonto von RUN & HELP aufstocken und auch die Teamstaffelmitglieder konnten sponsorenmäßig noch mit einem „Überraschunngspaket“ von mir bedacht werden. Das freute mich besonders, da sie alle keine Kosten und Zeit gescheut haben, hier in Davos als Spendenstaffel mit an den Start zu gehen. Das ganz besondere an diesem Wochenende war, dass wir alle einen unvergesslichen Wettkampf erleben durften, in gigantischer Atmosphäre, mit netten Menschen und unsere Freude hierüber mit einer Spende zugunsten ÄRZTE OHNE GRENZEN geteilt haben. Der Tag klang aus mit einem regenerierenden Vitamindrink im Steigenberger Belvedere – ein wahrlich stilgerechter Abschluss dieses einzigartigen Wettkampfs. Wir bleiben weiter in Verbindung und haben schon beschlossen, dass wir 2016 in Davos jeder mit einer Einzeldisziplin an den Start geht. Zeit zur Vorbereitung ist ja noch genügend vorhanden. Nach einer kurzen Regeneration geht es für mich mit der hilfreichen Unterstützung von WOBENZYM PLUS in die Phase der Vorbereitung für eine Staffel auf der Halbdistanz beim Carglass Triathlonwochenende in Köln bevor ich mich dann vollends meiner Vorbereitung für den Herbstmarathon widme.