Lauftraumgewinnerin Eva-Maria hat in Las Vegas nicht alle Ziele erreicht, aber die wichtigsten! Nebenher hat sie noch interessante Beobachtungen über die Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Laufveranstaltungen festgehalten.

Meine Reise nach Las Vegas hat auf den Marathon bezogen nur ein halbes Happy End gefunden, da ich nur den Halben gelaufen bin. In der Marathonvorbereitung wurde ich immer wieder verletzungsbedingt zurückgeworfen. Anfang April hatte ich eine Innen-und Außenmeniskusoperation, da ich seit Karneval extreme Beschwerden hatte, so dass kein Training möglich war. Mitte Mai konnte ich langsam wieder mit dem Training beginnen, war noch guter Dinge, da ich den Marathon ja eh nicht in einer schnellen Zeit laufen wollte, sondern nach der Devise „Dabeisein ist ALLES“ laufen wollte.

Am 14. September stolperte ich Sekunden vor dem Start beim Köln-Marathon über einen kleines Gestrüpp – ich wollte dort eigentlich den Halbmarathon als Test laufen. Die Folge war nach 1KM Abbruch des Laufes, die Untersuchung beim Arzt ergab, Außenbanddehnung und Trainingsverbot. Ich sah mich nicht mehr beim Las Vegas Marathon laufen, aber wir Läufer geben ja bekanntlich nicht auf und ich schon mal gar nicht, das hatte ich doch schon so oft in der Vergangenheit bewiesen! Also versuchte ich mich trainingsmäßig auf den HM zu konzentrieren, ich wusste es würde schwer werden, musste ja die Balance zwischen gesundem Training und Überforderung hinkriegen, Zeit war auch nicht mehr viel!

Zwei Tage vor dem Laufevent nahmen wir, meine Frau Felicitas und ich, noch an einem 5 KM- Lauf in Las Vegas teil. Da ist mir mal wieder aufgefallen, dass es in Amerika keine Wildpinkler gibt – die Herren der Schöpfung sollten ihr Verhalten diesbezüglich hier in Deutschland mal dringend überdenken!! Und auch wird nicht nach der Zielzeit gefragt, gratuliert wird für die Tatsache, es geschafft zu haben. Dies ist ausschlaggebend und nicht die Zeit, was ich als sehr positiv empfinde!

Der Lauf hat gut geklappt, sodass ich dann am 16. November freudig, gespannt los gelaufen bin. Bei 10 KM war ich noch guter Dinge, KM 15 wäre ein guter Zeitpunkt zum Aufhören gewesen und bei 10 Meilen dachte ich „jetzt ist es genug“, aber ich schaffte die restlichen Kilometer auch noch, zwar unter großen Leiden aber letztendlich doch voller Freude und Stolz!! Es ist halt immer wieder ein gutes Gefühl ein Ziel geschafft zu haben.

Nach dem Lauf habe ich mich schnell wieder erholt, auch dank des Wirlpools im Hotel „Ceasars Palace“. An dieser Stelle „Wobenzym“ ein großes Dankeschön für die schöne Reise.

Meine Reise hatte aber auch noch ein anders Ziel, nämlich mein Ehegelöbnis zu erneuern, diesbezüglich gab es ein volles Happy End und ich möchte meiner Frau Felicitas danken für Ihre großartige Unterstützung, vor allem in Las Vegas , ohne sie hätte ich mich dort nicht so gut zurecht gefunden, sie hat immer wieder geduldig alle Fragen und Gespräche gedolmetscht! Vielen, vielen Dank auch für deine Geduld mit mir!! Ein einmaliger Flug über den Grand Canyon hat die Reise noch abgerundet und zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns gemacht.