Nachbericht von Cornelia Hilka

Lauftraumgewinnerin Cornelia Hilka ist zurück! Aus New York bringt sie uns Bilder und einen Bericht mit, den wir gerne teilen.

Es ist geschafft: Ich habe in 4:32:31 überglücklich in New York gefinisht !!!

Allem voran möchte ich meinen großen Dank an die Juroren der Aktion LAUFTRAUM aussprechen.  Ihnen habe ich es zu verdanken, dass mein Herzenswunsch, einmal in New York zu laufen, in Erfüllung ging. Ich werde dieses einzigartige Erlebnis stets in meinem Läuferherz bewahren! Danke auch an Moritz und Sascha von der Agentur nitschmahler&friends, die bis zum Start des Marathons auf Wobenzym-Facebook stets dafür gesorgt haben, die wichtigen News über mein Training zu posten. Und nicht zuletzt auch an alle Wobenzym-Facebook User einen Dank: Ihr habt mir durch Eure netten Kommentare die nötige Motivation für mein glückliches Finish gegeben.

Mein Dank geht auch an die hervorragende Organisation der Reiseleitung. Das Team war jederzeit ansprechbar. Eine tolle Leistung!

 

Hier nun – wie versprochen, mein ganz persönlicher Bericht:

.11.2013 – New York Marathon –

Auf dieses unglaubliche Event habe ich mich anhand eines speziell hierfür ausgearbeiteten Marathonplans vorbereitet: 4 x die Woche Lauftraining plus 2 x die Woche Muskel-aufbautraining. An den Wochenden habe ich die längeren Läufe absolviert. Wiesbaden als Sportlerstadt bietet hier genügend Laufkilometer. Einige Halbmarathonteilnahmen sowie regionale vom Streckenprofil anspruchsvolle Lauf-veranstaltungen habe ich in mein Vorbereitungstraining erfolgreich mit eingebaut. Die letzte Generalprobe war dann noch eine Zweierstaffel mit meinem Physiotherapeuten beim Frankfurt Marathon Ende Oktober. Diese Vorbereitung sollte ausreichen, um den New York Marathon erfolgreich und in konditionell guter Verfassung zu finishen.

Am 31. Oktober startete mein Flieger und mein Mann und ich kamen dem großen Ereignis immer näher. Das Marriott Marquis Hotel direkt am Times Square war als Quartier bereits das erste Highlight dieses unglaublichen Lauftraum-Gewinns. Letzte Informationen und Tipps wurden uns auf einer Kick-Off-Veranstaltung noch von Jörg Bunert und Prof. Dr. Thomas Wessinghage auf den Weg gegeben.

Dann war er da, der große Tag:

4.45 Uhr Frühstück im Hotel mit vielen anderen motivierten Laufkollegen. 6.00 Uhr Abfahrt mit dem Busshuttle zum Start. 7.00 Uhr Ankunft an der Verrazano-Narrows Bridge. Über 50.000 Läufer reihten sich hier in ihre farbliche gekennzeichneten Corrals ein. Das Thermometer zeigte 6 Grad mit Wind. Es gab ein paar Zelte zum Aufwärmen, die aber aufgrund des Andrangs bereits frühzeitig gefüllt waren. So wärmte  ich mich mit Tee zwischen den Gepäck-Lastwagen von UPS auf und genoss voller Vorfreude die wahnsinnige Atmosphäre.

Pünktlich um 09.00 Uhr startete die Elite. Ein Böllerschuss, die Nationalhymne – alle Läufer applaudierten der ersten Truppe die unter den Klängen von „New York, New York“ ihr Rennen begann. Nach und nach machten sich die restlichen Läuferblogs auf den Weg in den Startblock – jede Starterwelle wurde mit den gleichen Ritualen wie die Profis ins Rennen geschickt.  Die Zeit des Wartens war nun auch für mich vorbei und ich stand voller Motivation und emotional berührt im Startblock. Der Böllerschuss,  die National-hymne – unter den Klängen von NEW YORK , NEW YORK begann ich mein ganz persönliches Rennen, auf das ich mich die letzten 6 Monate so akribisch vorbereitet hatte. Der Hubschrauber-Begleitschutz des NY-Policedepartment gab dem Rennen noch einen ganz besonderen Stellenwert.

Die Sicherheitsmaßnahmen während des Laufs waren auf höchster Stufe. Ein Erinnerungsband für den Boston Marathon , ein Armband von 9/11 sowie die Gedanken an einen erst kürzlich viel zu früh verstorbenen Lauffreund begleiteten mich während des gesamten Laufs.  Er wäre so gerne auch einmal in New York gelaufen – leider kam es nicht mehr dazu. So war ich in Gedanken bei ihm und lief diesen Lauftraum auch für ihn.
Die Stimmung auf der gesamten Strecke glich einer einzigen Techno-Party. Die Zuschauer tanzten, feuerten uns mit aller Kraft an – so etwas hatte ich auf meinen bisherigen  Marathonteilnahmen noch nicht erlebt.

Jeder von uns Läufern wurde wie ein Held gefeiert. Eine unglaubliche Motivation. Das Abklatschen an der Strecke war einzigartig – jeder der Zuschauer wollte uns hierdurch seine besondere Hochachtung erweisen. Alle waren sie mit vollem Herzen dabei.

Die Wahnsinns-Stimmung auf der gesamten Strecke kompensierte total das doch sehr anspruchsvolle Streckenprofil . Zusätzlich hatte ich noch einen super coolen Musikmix auf meinem i-pod. Diesen hatte ich einem mir sehr gut bekannten zu verdanken. Eigens für diesen Marathon hatte er mir ein ganz persönlichen Musik-Mix über 4:20 zusammengestellt. Das war eine Supersache.

Mein großer Dank für diese Unterstützung geht auch ganz besonders an ihn. Ich genoss jeden Meter der Strecke. Je näher es zum Central Park ging, je dichter wurden die Zuschauerreihen und die Stimmung nahte sich dem Höhepunkt. Dann war er da, der Moment des Abbiegens in den Central Park. Gänsehautfeeling pur – die Zuschauer gaben noch einmal alles. Mein Mann erwartete mich bereits mit dem Fotoapparat und der Deutschlandfahne. Ich nahm sie entgegen. Diesen Moment werde ich in meinem gesamten Läuferleben nie vergessen: Mit der Deutschland-Fahne lief ich die letzte Meile an den tosenden Zuschauerreihen in Richtung Ziellinie. Die letzten 200 Meter waren sehr emotional: Ich hatte es geschafft, diesen unglaublichen Marathon nach 4:32:31 zu finishen. Vielen meiner Laufkollegen kamen nach dem Zieleinlauf die Tränen, auch ich konnte sie nicht mehr zurückhalten.

Noch ein paar Fotos an der Marathonwand, Entgegennahme des Kleiderbeutels und voller Emotionen und Stolz trat ich den Weg zurück zum Hotel an – das immerhin noch 25 Häuerblocks entfernt lag. Mein Mann erwartete mich bereits in der Family Area mit einer wärmenden Decke!! Ich hatte ihn erlebt – den Lauftraum in New York und werde ihn nie vergessen. Weitere 5 Tage blieben wir noch in New York und genossen jede Sekunde dieser unglaublichen Metropole.Ich kann nur jedem Läufer ans Herz legen, einmal in seinem Leben in New York zu finishen. Es ist einfach nur wunderbar!

Als sozial engagierte Läuferin werde ich in absehbarer Zeit eine Lesung zugunsten meines Spendenlaufprojektes „RUN & HELP“ für ÄRZTE OHNE GRENZEN mit Achim Achilles inkl. eines kleinen Spendenlaufs in Wiesbaden organisieren. Interessenten können sich ab sofort über meine Homepage www.laufmaus.org für diese Veranstaltung anmelden bzw. Kontakt aufnehmen. Näheres hierzu wird rechzeitig in den Medien angekündigt.