Cornelia Hilka hat die Lauftraum-Aktion 2012 gewonnen und bereitet sich seit dem intensiv auf die Teilnahme am New-York-Marathon vor. Wir haben nachgefragt, wie die Vorbereitungen so laufen.

EnzymKraft (EK): Wie hast du die Winterzeit sportlich genutzt? War eine Trainingspause angesagt?

Cornelia Hilka (CH): Nein, mein Lauftraining zieht sich eigentlich das ganze Jahr hindurch. Mir würde sonst auch etwas fehlen. Schnee, Glatteis und Dunkelheit sind manchmal eine Herausforderung, aber gerade das ist es, was mir Spaß macht.

EK: Du warst die ganze Zeit draußen?

CH: Zusätzlich zum Wintertraining bereite ich mich systematisch mit Muskelaufbautraining auf die Frühjahrssaison vor. Ich persönlich finde diese Kombination sehr wichtig und aufgrund dieser Überzeugung macht mir das manchmal etwas eintönige Gerätetraining direkt Spaß. Man muss hier nur die richtige Einstellung dazu haben.

EK: Erzähl das mal Sascha, der hasst das Fitnessstudio (siehe: Saschas Tagebuch). Aber zurück zum Thema: Wenn das bei dir so läuft, wirst du in New York ja in Topform sein!

CH: Hoffentlich schon etwas früher. Anfang April starte ich als Charity-Läuferin beim Paris-Marathon.

EK: Wie wird man Charity-Läufer?

CH: Der Veranstalter des Paris Marathon eröffnet den Läufern, die keine Startnummer mehr erhalten konnten, die Möglichkeit, über eine Charity-Teilnahme eine Startnummer zu erhalten. Hierfür hat er die Möglichkeit, unter 6 international anerkannten Hilfsorganisationen auszuwählen.

EK: Soziales Engagement und Lauflust miteinander zu verbinden, das kennen wir ja von dir. Läufst du wieder für Ärzte ohne Grenzen?

CH: Nein, diesmal nicht – ich wollte eine Organisation unterstützen, für die noch nicht so viele Läufer werben. Jetzt laufe ich für „Enfants de Mekong“. Die Philosophie dieser Organisation hat mich überzeugt und es ist auch einmal eine Ehre, ein Projekt in Südostasien – besonders für Kinder – zu unterstützen.

EK: Was tut Enfants de Mekong?

CH: Das ist eine Organisation zur Verbesserung der Lebensbedingungen von armen Kindern in Südostasien. Dies geschieht durch die Organisation von Patenschaften, der Entsendung von Freiwilligen vor Ort. „Enfants du Mekong“  ist maßgeblich beteiligt an der Gestaltung diverser Hilfsprogramme, sowie deren Entwicklung und Überwachung sowie optimalen Umsetzung.

EK: Als Charity-Läufer musst du ein Spendenziel erreichen…

CH: Genau, und jeder, der mich dabei unterstützen möchte, ist herzlich dazu eingeladen! Insgesamt muss ich 450,- Euro sammeln. Könnt ihr einen Link zu meiner Spenden-Seite in das Interview einbauen?

EK: Schon geschehen: Hier. Paris, New York, das sind ja echte Highlights. Was steht 2013 noch auf deinem Sport-Plan?

CH: Im August habe ich vor, beim Vorarlberg-Triathlon mitzumachen, allerdings als Staffelläuferin. Das ist mal ein ganz neues Gefühl eines Wettkampfs – vor allem ist es eine Teamveranstaltung und im Dunstkreis der großen Triathleten mit dabei zu sein und dann noch in der schönen  Bergwelt des Vorarlbergs – das ist sicherlich ein weiteres Highlight. Ende Oktober werde ich dann gemeinsam mit meinem Physiotherapeuten eine Zweierstaffel beim FRANKFURT MARATHON laufen. Da haben wir noch eine Rechnung offen gegebenüber 2012. Wir wollen den Marathon in 3:20 gemeinsam schaffen.

EK: Der innere Schweinehund läuft bei dir an der ganz kurzen Leine, oder?

CH: Frühjahrsmüdigkeit kenne ich nicht. Im Gegenteil, ich freue mich auf die kommenden Läufe bei angenehmen Temperaturen, das Erwachen der Natur Und was den Schweinehund betrifft, der traut sich schon lange nicht in meine Nähe, er hat keine Chance, das weiß er – dafür ist meine Liebe zum Laufsport viel zu groß. Da muss er sich andere „Opfer“ suchen. Ein Tipp an alle die Probleme mit dem Schweinehund haben: Lasst ihn nicht an Euch heran. Setzt Euch ein persönliches Ziel – dann hat er keine Chance!

EK: Zum Abschluss bitte noch einen Tipp. Welche Musik hörst du beim Laufen?

CH: Musik spielt bei meinen Trainingsläufen eine sehr wichtige Rolle. Mein musikalisches Laufprogramm beginnt bei  Alanis Morissette und endet bei „USHER“.Besonders mag ich auch die Powersongs von David Guetta.

Wenn ich durch den verschneiten Winterwald laufe begleitet mich oft auch „David Garret“ mit seinem „Violinenkonzert“. Das ist dann das Kontrastprogramm, inspiriert mich aber ungemein. Für den Paris Marathon stellt mir ein bekannter Wiesbadener DJ ein 3,5 stündiges Powermusikprogramm zusammen. Das ist natürlich ein ganz besonderer Luxus!

Meist starte ich meine Läufe mit Bruce Springsteen und seinem „Summer of 69“ und als „Zielsong“ wähle ich stets Disco Boys mit „For You“. Dieser Powerhit wurde bei meinem ersten Lauf anlässlich des München Marathon beim Einlaufen in das Münchner Olympiastadion gespielt. Er hat also eine besondere Bedeutung für mich!