Der Start beim Düsseldorfer Marathon war für André Eßer reines Glück! Erst hatte er eine erfolgreiche Bewerbung, dann den Lauf seines Lebens. Im EnzymKraft-Blog berichtet er davon.

Nachdem ich Mitte März den Startplatz über Wobenzym gewann wurde ich 2 Tage später krank und war knapp 2 Wochen außer Gefecht…Meine erste Grippe seit zig Jahren. Daher war für mich das primäre Ziel ankommen, im Idealfall unter 3:45 – 3:40. Zur Probe noch den Bonn HM gelaufen der trotz starkem Wind ziemlich passabel in 1:39h lief. Für die ganz langen Läufe war eh keine Zeit mehr, die letzte Woche vor dem Marathon wollte ich ein wenig Kräfte sammeln, ließ somit auch das Krafttraining weg.

Als ich am Samstag auf der Marathonmesse meine Startnummer abholte, hatte ich schon ein gutes Gefühl und ließ mir im Überschwang eine Zeittabelle als Armband mit der Finisherzeit 3:29:59h ausdrucken.

Samstag Abend also früh ins Bett und 5:50 Uhr raus aus den Federn. In Düsseldorf angekommen merkte ich schon, dass könnte ein guter Tag werden. Es war zwar kalt (für mich paar Grad zu kühl) dennoch lief ich in kurz. Mit Melkfett eingerieben und das passte. Pünktlich kam dann auch schon der Startschuss. Ich nahm mir vor zu schauen ob es funktioniert bis Km 10 einen 4:59 min Schnitt zu laufen…Was soll ich sagen, es war besser als gedacht, ich hatte das Gefühl ich würde schweben…das Tempo von 4:49min was ich dann erlief war überhaupt kein Problem, ich konnte die ganze Atmosphäre genießen und erreichte die 10km Marke mit einer 48er Zeit.

Ich dachte mir, wenn du das bis 21 km halten kannst und dann einbrichst, ist es immer noch eine TopZeit…aber das Publikum war einfach großartig (viele mit den Schildern von Wobenzym), die Strecke war schön flach, kaum Wind, ich fühlte mich super, hatte keine muskulären Probleme (womit ich aufgrund der fehlenden langen Läufe rechnete) lief immer weiter den Schnitt unter 5 min….als ich bei Km 30 auf die Uhr schaute, wurde mir bewusst, wenn jetzt nichts ungewöhnliches mehr passiert, dann erfüllst du dir deinen Traum einmal unter 3:30 zu laufen, wofür ich letzes Jahr lange trainierte.

Ab Km 36 ist es mir dann nicht mehr so leicht gefallen es ging trotzdem gut weiter aber es folgten die ersten Km um die 5:10 min. Nochmals alle Reserven mobilisierend, schaffte ich bei km 39 nochmal einen 4:58 er und da war klar, dass Ding läufst du ins Ziel. Der Mann mit dem Hammer, der sich anscheinend verlaufen hatte, fand bei Km 40 auf der Köningsallee doch noch seinen Weg zu mir, ich entgegnete ihm aber, dass er ein wenig spät dran ist und er sich bitte gepflegt „aus dem Staub machen soll“ 🙂 Er hatte schnell ein Einsehen und so kam ich total euphorisiert ins Ziel und verplemperte dort nochmal locker 30 Sekunden da ich mit dem Publikum noch ein wenig abfeierte und meine Freude hinaus schrie 🙂 Aber ganz ehrlich, die paar Sekunden waren mir ziemlich egal und überquerte total glücklich in 3:26:02 die Ziellinie.
Somit stellte der Kölsche Jung seinen Läufertraum und persönliche Bestzeit in Düsseldorf auf! Auf diesem Weg geht mein Dank an Wobenzym, die mir die Chance gaben an diesem tollen Marathon