Marco Steffan aus Lampertheim wurde von den Usern der Homepage www.enzymkraft.de zum „Laufheld des Jahres 2014“ gekürt. Als Belohnung erlebt er eine fantastische Laufreise. So darf er am 8. März beim Halbmarathon in Paris teilnehmen, von dort weiter zum Halbmarathon nach New York (15. März) fliegen und schließlich beim Halbmarathon Lissabon (22. März) starten.

Vor einem Jahr hat Marco Steffan die Initiative “Athletes for Charity” ins Leben gerufen. Auslöser war die plötzliche Krebserkrankung seines guten Freundes Alex, dem infolgedessen ein Bein amputiert werden musste. Mit seinem „Athletes for Charity” Team nimmt Marco Steffan an Extremläufen sowie weiteren Lauf- und Sportveranstaltungen teil. Beim Wings for Life World Run in diesem Jahr hatte Marco eine besonders schöne Idee: Er zog seinen Freund Alex fast 16 Kilometer im Rollstuhl über die Strecke. Es geht ihm primär nicht um das Sammeln von Spenden. Vielmehr möchte er andere Menschen inspirieren, sportliche Aktivität mit dem Einsatz für einen guten Zweck zu verbinden. Gleichzeitig will er Schwerkranke – insbesondere Kinder und Jugendliche – motivieren, die schwierige Zeit durchzustehen und den Kampf gegen die Krankheit nicht aufzugeben. Dennoch nimmt er Spenden entgegen, die ohne Abzüge der Deutschen Kinderkrebsstiftung und seit Kurzem auch den beiden kleinen Mädchen Ava und Stella zu Gute kommen. Da diese aufgrund des Usher-Syndroms unausweichlich erblinden, will Marco Steffan ihnen eine Reise nach Paris ermöglichen. Denn ihr größter Wunsch ist es, einmal den Eiffelturm zu sehen, bevor sie erblinden. Website: www.athletesforcharity.de

Herr Steffan was war Ihre erste Reaktion, als Sie „Laufheld des Jahres“ geworden sind?

Ich habe mich riesig gefreut. Das Ergebnis der Abstimmung hat mir gezeigt, dass ich mit meiner Initiative „Athletes for Charity“ die Menschen erreiche. Als kleines Dankeschön für alle, die mich zum „Laufhelden des Jahres“ gewählt haben, werde ich mir die Zahl der für mich abgegebenen 2190 Stimmen auf mein Shirt drucken lassen, das ich bei den drei Läufen tragen werde. Kurz nachdem ich das Ergebnis der Abstimmung erfahren habe, ist mir der Vater eines Kindes begegnet, das ich unterstütze. Ich habe ihn vor Freude umarmt und ihm direkt eine Spende für seine Tochter gegeben. Außerdem habe ich spontan drei Säcke voll mit Schokolade und Nikolausmützen gekauft. Am nächsten Abend bin ich dann mit zwei Unterstützern der „Athletes for Charity“ auf den örtlichen Weihnachtsmarkt gegangen, wo wir die Schokolade an Kinder verteilt haben.

Worauf freuen Sie sich bei der Reise am meisten?

Dass ich „Athletes for Charity“ und die Idee, die dahinter steht, in Paris, New York und Lissabon bekannt machen kann. Mit der Initiative will ich Menschen dafür begeistern, sportliche Aktivität mit dem Engagement für einen guten Zweck zu verbinden. Dabei zahlen wir alle Kosten aus eigener Tasche, so dass Spenden immer ohne Abzüge bei den Betroffenen ankommen. Ich danke daher den Veranstaltern Runner´s World und Wobenzym® plus von ganzem Herzen für diese tolle Aktion, denn ohne sie hätte ich eine solche Reise nicht unternehmen können.

Welche „Charity-Projekte“ haben Sie in der Planung?

Ich will mit „Athletes for Charity“ Kindern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein Lächeln schenken und Betroffene in schwierigen Situationen zum Durchhalten motivieren. Von daher bin ich schon dabei, weitere Menschen zu aktivieren, die gemeinsam mit mir als „Athletes for Charity“ für Ava, Stella und andere kranke Kinder an den Start gehen. Es hat sich ein junger Mathematiklehrer aus Boston bei mir gemeldet, der ebenfalls am Usher-Syndrom leidet. Er kann seinen Beruf aufgrund seiner Erblindung nicht mehr ausüben und will mit mir in New York für Ava und Stella laufen. Wer das sonst noch gerne tun möchte, soll sich bitte mit mir über meine Website (www.athletesforcharity.de) oder Facebook Site (www.facebook.com/athletes4charity) in Verbindung setzen. Außerdem bin ich dabei, in meinem Heimatort Lampertheim die „Young Athletes for Charity Kinderolympiade“ zu planen. Dabei handelt es sich um eine Kinderolympiade unter Inklusion von behinderten Kindern und Jugendlichen. Sie wird unter großer Beteiligung zahlreicher Supporter, lokaler Sportvereine und gemeinnütziger Einrichtungen wie der hiesigen Lebenshilfe im September 2015 stattfinden. Darauf freue ich mich schon sehr.

Was macht für Sie einen „Laufhelden“ aus?

Ein „Laufheld“ ist für mich jemand, der nicht nur für sich, sondern auch für andere bzw. einen guten Zweck läuft. Ich hoffe, dass ich mit „Athletes for Charity“ noch viele Menschen dazu bewegen kann, mit sportlicher Aktivität mannigfaltige gute Zwecke zu fördern.