Olympia 1972 und ein Weltklassepublikum: Startplatz-Gewinner Steffen erzählt, was für ihn den München Marathon ausmachte.

München hat einen großen Vorteil. Die Olympischen Spiele 72. Seit dem sind die öffentlichen Verkehrsmittel so gut ausgebaut, dass man kein Auto in dieser Stadt benötigt. Meine Familie und Ich sind am Samstag vor dem Marathon mit dem Auto angereist. Ab dem Einchecken im Hotel wurde der Wagen nicht mehr bewegt. Wir sind dann zur Marathon Messe und Startnummernausgabe auf das Olympiagelände gefahren und konnten uns schon einen ersten Eindruck von der Organisation dieses Events holen. Die Messe war gut strukturiert und bei der Ausgabe der Startnummern gab es keine Wartezeiten. Alles im Allem eine schöne Einstimmung für den Lauf am Sonntagmorgen.

Der Lauftag.

Am Morgen des 13.10. war das Wetter noch nicht so verheißungsvoll. Es waren nur 6°C und es regnete leicht.

Doch je näher der Startzeitpunkt kam wurde auch das Wetter besser. Pünktlich um 10:00 wurde der Start durch 3 große Kanonenschläge freigegeben. Das hat wahrscheinlich auch Petrus gehört und die Wolkendecke verschwand und die Sonne lachte von einem Stahlblauen Himmel. Der Wind war so gut wie nicht zu spüren, so dass kein Läufer sich über das Wetter beschweren konnte. ( Wettertechnisch perfekt )

Die Strecke führte zuerst in die Innenstadt. Nach 4 km war eine Wendemarke zu umrunden. Ab hier konnte man die Führenden in Augenschein nehmen. Dieses sollte bis zum Ziel auch das letzte Mal gewesen sein, dass man die Spitze gesehen hat.

Danach ging es in den Englischen Garten. Diese Anlage ist wunderschön angelegt. Wäre nicht ein Wettkampf gewesen, hätte man sich glatt auf die Wiese legen können und die bunten Blätter beim fallen im Sonnenschein beobachten können. (schön war‘s)

Wieder raus aus dem Park ging es mit großen Schritten in Richtung Halbmarathon. Der Halbmarathon wurde erst um 14:00 auf der Hälfte der Marathonstrecke gestartet. Auch ein Vorteil für uns Marathonis. Man ist unter sich und kommt nicht in die Verlegenheit mit einem schnelleren Halbmarathonis mitzulaufen. ( Klasse ausgedacht )

Wieder rein in die Innenstadt.

Jetzt ist noch mal Konzentration angesagt. Alle Sehenswürdigkeiten anschauen und merken. Bei den einen oder anderen wird es sicherlich auch funktioniert haben. ( super Streckenführung )

Die Strecke war auch mit keinen nennenswerten Steigungen  versehen. Die Strecke führte zurück zum Olympiagelände. Am Start vorbei und ab in Richtung Olympiastation. Hier war die Stadionmusik schon lange vorher zu hören. Dieses Puschte nochmals. Dann ging es ab durch das große Marathontor in das Olympiastadion. Die Gänsehaut war so groß, dass diese schon weh tat. ( wunderschöner Schmerz ).

Das Ziel war erreicht. Mit einer Zeit von 3:03:59 war ich auch sehr zu frieden. Mein Saisonhöhepunkt hatte ich bereits 5 Wochen vorher beim Münstermarathon. Deshalb konnte ich den Marathon in München richtig genießen und mich voll auf die Stadt und die Strecke konzentrieren.

Eins habe ich noch vergessen. Die Zuschauer: Weltklasse !!!!!!! Mehr kann ich dazu nicht sagen.