Unsere Marathon-Novizen sind in Berlin gelaufen! Sascha war auch dabei und als Vorbereitung zum New York-Marathon hat Lauftraumgewinnerin Cornelia sich auch in die Hauptstadt begeben. Sascha hat an anderer Stelle bereits von seinen Erlebnissen berichtet. Was Andreas von den Marathon-Novizen und Cornelia beim Marathon erlebt haben, haben Sie uns ebenfalls aufgeschrieben. Wir berichten nun aus der virtuellen Konferenzschaltung.

Andreas

Über 800 Kilometer bin ich in den letzten Monaten gelaufen und dann war es endlich soweit: Der Berlin Marathon! Ich hatte so ein Fracksausen davor. Vor dem viel zitierten Mann mit dem Hammer (der ja irgendwo ab Kilometer 30 auf einen wartet), vor einem zu nervösen Bauch und der offenen Frage: „Wohin, wenn er zuschlägt?“, vor zu geringer Kohlenhydrataufnahme während des Laufs, das es regnen könnte usw. usw. Man kann sich nicht vorstellen auf was für doofe Ideen man kommt.

Cornelia

Für mich war es ein ganz besonderer Trainingslauf mit 1 Mio. Zuschauern. Das hat was … Vier Wochen im Vorfeld zum New York Marathon wollte ich allerdings nur die Hälfte des Marathons mitlaufen. Gut gelaunt und voller Euphorie tauchte ich am Sonntagmorgen im Läuferdschungel der U-Bahnen ab. Die Läufermassen, die sich vom Bahnhof zum Reichstag schoben, brachten die Brücke schon etwas zum „wackeln“. Noch schnell ein paar Fotos, von den vielen – teilweise lustig verkleideten Läuferinnen und Läufern – bevor es in den Startbereich ging. Noch ein paar ermutigende Worte von Läuferinnen und Läufern ganz in meiner Nähe und dann ging’s los. Die anwesenden Weltrekordler auf dem Wagen gleich rechts hinter dem Start klatschte ich selbstverständlich noch ab: Was für eine Motivation – unter Anderem ein Abklatschen mit Patrick Makau – das war schon etwas ganz besonderes.

Andreas

Es war generell ein sehr emotionsgeladener Lauf für mich. Schon beim Start hatte ich Gänsehaut. Das könnt ihr euch nicht vorstellen was da in mir vorging. Und dieses tolle Gefühl hat sich bis zum Ende durchgezogen. Durchgehend gute Laune hatte ich auf den 42 Kilometern, die Berliner Zuschauer sind der Hammer. Unzählige Kinderhände strecken sich zum Abklatschen entgegen, Bands aller Musikrichtungen beschallen dich, an den Verpflegungsständen wirst du begrüßt als ob du bei Freunden zu Besuch bist: „Hier Andreas, nimm doch noch einen Becher.“

Cornelia

Zusammen mit meinem Mann, der auch mitlief, sind wir beide persönliche Bestzeiten gelaufen, was ganz sicher an der gigantischen Stimmung, der tollen Strecke und dem super Wetter lag. Wie geplant sind wir trotzdem bei Kilometer 21 ausgestiegen.

Andreas

Die Zeit verging wie im Flug und dann biegst du irgendwann um die Ecke, siehst das Brandenburger Tor und fängst fast zu flennen an weil nach viereinhalb Monaten Training bei Dauerregen, Hitzewellen, Gewitterstürmen auf einmal alles vorbei ist und du das Ziel erreicht hast. Und das auch noch in erstaunlich guter Verfassung. Keine Blasen, keine Krämpfe, kein Hungerast und das beste: der Hammermann hatte vor meiner Ansage das er mich sowas von kreuzweise mal könnte, wahrscheinlich selbst Muffensausen das er mich verschonte. Am Ende hatte ich zwar den Weltrekord knapp um 2h14Min verpasst aber ich bin total happy ins Ziel gelaufen.

Cornelia und Andreas bedanken sich bei allen Helfern und Unterstützern und gratulieren den anderen Läufern!