Nachbericht von Katrin Schuhen

Berlin Triathlon XL bedeutete für mich am 03.08.2014, 1.9 km Schwimmen, 94 km Radfahren und 21 km Laufen. Soviel vorne weg, dafür dass ich mich drei Tage vorher für einen Start entschieden habe, lief es verdammt gut. Platz 111, 11. Frau gesamt, 4. Platz in meiner Altersklasse lautete mein Fazit nach meinem Wettkampf über knapp 5:45 Stunden.

Aber nun mal ganz von Anfang an. Treffpunkt Großer Müggelsee Samstagmittag um 14.00 Uhr. Eine kleine, familiäre Triathlon-Szenerie bot sich mich vor den Toren des Hotels Müggelsee Berlin. Der Parkplatz vor dem Haus wurde samstags morgens zeitig gesperrt, kurzer Hand in einer Nacht- und Nebelaktion einige Hundert Radständer montiert und eine kleine Triathlonmesse mit dem Wichtigsten, nämlich der Anmeldung und der Zielverpflegung aufgebaut. Wer jetzt denkt Berlin höher, weiter, größer und Dimensionen wie bei Marathon Berlin oder Ähnliches erwartete, der hatte sich getäuscht, wurde aber keineswegs enttäuscht. Die Veranstaltung hatte knapp 600 Teilnehmer, die zwischen Langdistanz, Mitteldistanz, den jeweiligen Staffeln dazu und einem samstags angebotenen Swim-and-Run entscheiden konnten. Der Große Müggelsee zeigte bereits vor dem großen Gewitter deutlich Temperaturen jenseits der Neoprenschallgrenze, was mich bei diesem Sommer 2014 auch nicht verwundert.
Sonntags morgens ging es dann um 7.00 Uhr für die Langdistanzler in den freiwillig gebuchten längsten Trainings-bzw. Wettkampftag des Jahres, für mich ging es dann ohne Neoprenschutzschild um 8.30 Uhr los. Um 9.15 saß ich dann auch schon auf dem Rad und fuhr gen Osten. Wer jetzt denkt, Berlin, flach und Vollgas, der kennt die Berliner Berge nicht, denn die warteten schon auf der ersten geraden Straße Richtung Müggelheim in Form von Gegenwind – viel Gegenwind! Aber nun ja, ich war ja auch nicht zum Spaß hier, also habe ich 94 km gekeult, gekämpft um dann nach 2:52 Stunden vom Rad in die Laufschuhe zu wechseln. Auf einem Rundkurs galt es dann im Schutz des Waldes 3 mal 7 km abzuschütteln, um dann von DTU-Ordnern und den Helfern an der Strecke im Ziel willkommen geheißen zu werden.

Alles in allem war es ein sehr schöner Wettkampf, den ich aber nie auf der Langdistanz hier machen wollen würde. Rundkurse sind zwar für die Zuschauer toll, aber 6 Runden laufen zu müssen, um 42 km hinter sich zu bringen, dazu gehört schon eine ordentliche Portion Kampf, Willen und Muse. Allen Finishern wünsche ich, egal auf welcher Distanz sie unterwegs waren eine tolle Zeit, bis zum nächsten Wettkampf egal wo, egal wie lange, egal wann! Euch allen da draußen wünsche ich wie immer gesunde Körper und Spaß bei dem, was ihr tut.

Bis bald, eure Katrin