Unser Teammitglied Katrin war beim Köln Triathlon dabei, hat „dem Nachbarn eingeschenkt“ und hatte offenbar viel Spaß dabei.

Fazit: Ein warmer Tag mit einer tollen Mädelstruppe, am Rhein den zweiten Platz gefeiert.

Aber nun mal von Anfang an. Sonntagmorgen 7.10 Uhr, mit fünfminütiger Verspätung krault Carolin los. Im Nacken und auf der persönlichen Motivationsliste den Wunsch, die Zeit der Challenge Roth weit zu unterbieten und ihre ansteigende Form aus den Trainingseinheiten zu untermauern. Am Ende steht eine 1.05 nach 3.8 km und die Klarheit, ich kann es also doch. Im wohl größten Schwimmbad nördlich von Köln ging es los und auf mich wartete eine Stunde Beine vertreten und locker bleiben. Da die Regatta-Bahn am Frühlinger See nachts noch einen schweren Unwetter- und Hagelsturm über sich ergehen lassen musste, zeigte sie sich am Morgen in Nebelschwaden gehüllt. Kampfansage an eine noch nicht ganz abgetrocknete Strecke. Heute mussten die 5.30 auf dem Rad purzeln!

Carolin kam hocherfreut, top motiviert und „SPRINTEND!!“ in die Wechselzone 1. Was war denn da los? Gar nicht puterrot, gar nicht gequält und schon gar nicht kurz vor dem Kollaps. Ihr ging es gut, sie war happy und das freute mich so sehr, dass ich mich gleich aufs Rad schwang, um den 4 Minuten eher gestarteten Nachbarmann das Fürchten zu lernen, den wollte ich nämlich unbedingt noch bekommen, bevor ich nach 180 km wieder vom Rad steige. Auf ging die wilde Hatz, erst mal Richtung Dom mit dem Ziel die Strecke, die Leute an der Strecke und die Stimmung kennenzulernen. Man glaubt es kaum, aber ich fand an diesem Tag meine treuesten Fans auf der langen Gerade Köln-einwärts, sie waren ungelogen von morgen 8.45 Uhr bis mittags um 13.30 Uhr permanent da und man entwickelte schon eine tiefe innige Verbundenheit mit jedem Mal, wo man vorbeifahren durfte. Vielen Dank, ihr wahren Supporter, ihr ward einfach klasse und wenn ich euch mal wieder treffen sollte, dann gebe ich einen aus und erfahre endlich auch mal, wer ihr seid.

Nach 5.29.16 Stunden war Feierabend am Triangel in Deutz (WZ 2) und ich hatte es geschafft. Zeit unterboten, hoch erfreut den Transponder an Jela weitergereicht, den Rest der Staffelcrew (Carolin, Timmi und Chilli) begrüßt und dann schnell den Deutzer Hauptbahnhof leergekauft. Soviel Radeln macht hungrig und durstig und da in der Radwechselzone nicht wirklich ein Willkommensbuffet aufgebaut war, musste eben der Bäcker herhalten.

Jela durfte dann knapp unter 3.30 in brütender Hitze laufen. Mit jedem Mal, wo ich sie sah wurde mir mehr Angst und Bange, denn bei dem Wetter einen Marathon in dieser Zeit in den Asphalt zu brennen, gebührt höchsten Respekt und Anerkennung. Mit einer Zeit von irgendwas über zehn Stunden und unter 10.30 Stunden waren wir dann als zweite Frauenstaffel im Ziel und feierten uns anständig, wenn schon der Veranstalter keine Differenzierung zwischen Damen, Herren und Mixed macht. Wir brauchten keinen Pokal um zu wissen, dass das ein toller Tag für die Team Enzymkraft und Ärzte ohne Grenzen-Charity-Staffel war. Vielen Dank Cornelia Hilka für die Unterstützung aus der Ferne, vielen Dank dem Veranstalter Jeschke und Co für die Ermöglichung der Charity-Staffel und dem damit verbundenen Spendenaufruf. Und natürlich herzlichen Dank an alle Menschen an der Strecke, neben der Strecke und auf der Strecke. Bis auf ein paar kleine Zwischenfälle (die gibt es üm Übrigen immer) war es eine super Veranstaltung.

Ach so, bevor ich es vergesse, dem Staffelradfahrer, der zu Beginn 4 Minuten Vorsprung hatte, habe ich am Ende 6 Minuten eingeschenkt. Es war ein gutes Gefühl 🙂