4) Diagnose
Die charakteristischen Schmerzen in den entsprechenden Situationen (Bergabgehen oder Laufen) geben den Betroffenen einen ersten Hinweis, der aber durch eine gründliche orthopädische Untersuchung bestätigt werden sollte. In der Anamnese (Krankenbefragung des Patienten) wird der bisherige Beschwerdeverlauf festgestellt und dokumentiert. Eine direkte körperliche Untersuchung gibt weiteren Aufschluss über eine mögliche Schädigung der Bindegewebsstrukturen rings um das Kniegelenk.

Da Beschwerden, die auf den ersten Blick für ein iliotibiales Bandsyndrom sprechen, auch andere Knieerkrankungen signalisieren können, sollte eine Differentialdiagnose vor dem endgültigen Befund stehen. Auf diese Weise können im Ausschlussprinzip alternative Schmerzauslöser ausgeschlossen werden. Eine Rötung und Schwellung des Kniegelenks weist auf eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) hin. Die Schmerzempfindlichkeit (Nozizeption) bei bestimmten Bewegungen, beispielsweise bei der Außenrotation des Kniegelenks oder einem Druck nach außen bei gestrecktem Bein, lassen auf Bänder- bzw. Meniskusschädigungen schließen. Speziell geschulte Untersucher können zudem durch Ertasten (Palpation) veränderte Gewebsstrukturen erkennen, beispielsweise Verhärtungen (Taut Band) oder Knötchen mit Druckschmerz (Tender Nodule). Für eine Diagnostik mittels Palpation sollte der Schmerz zudem wiederholbar (Recognition) und charakteristisch (Referred Pain) sein.

Zur exakten Diagnose sollte der Orthopäde außerdem auf moderne Untersuchungsmethoden wie Ultraschall, Röntgen oder Kernspin zurückgreifen, die mögliche Frakturen, arthritische Veränderungen oder Knorpelschäden aufdecken können, um damit letzte Zweifel am Befund Läuferknie zu beseitigen. Eine besondere Diagnosemethode ist zudem die biomechanische Gang- bzw. Laufanalyse. Hierbei nimmt eine Hochgeschwindigkeitskamera die Geh- und Laufbewegungen eines Patienten auf, die anschließend eingehend auf kleinste Fehler im Bewegungsablauf analysiert werden, um so Rückschlüsse auf mögliche Dysbalancen oder Fehlstellungen ziehen zu können.

5) Therapie
Die Therapie eines Läuferknies untergliedert sich in die Reaktion auf die akute Schmerzphase sowie einer langfristigen und nachhaltigen Behandlung zur Linderung der Schmerzen. Dabei gibt es diverse Therapieansätze und -verläufe, die im Folgenden dargestellt werden.

Erstmaßnahmen in der Akutphase:
–    Um die ersten Schmerzen zu reduzieren, sollte man das betroffene Kniegelenk umgehend kühlen (Kryotherapie), beispielsweise mit einem Eisbeutel.
–    Eine weitere Sofortmaßnahme ist die Behandlung mit entzündungs-hemmenden (antiphlogistischen) sowie schmerzstillenden (analgetischen) Salben oder sogar Betäubungsmittel (Anästhetika), wenn die Schmerzen besonders stark sind. Für Letzteres muss aber unbedingt zuerst ein Arzt aufgesucht werden.
–    Treten akute Knieprobleme auf, sollte der Patient zudem das Laufen reduzieren oder sogar vollständig beenden. Vereinzelt hilft bereits ein häufigeres Training mit geringerer Intensität oder schnelleres Laufen. Generell gilt jedoch, dass beim Training unter Beschwerden mit gleicher Intensität eine Steigerung der Schmerzen zu erwarten ist und damit eine Verlängerung der erforderlichen Laufpause um mehrere Wochen. Gelenkschonende Sportarten wie beispielsweise Schwimmen oder Aquajogging sollten als Alternative problemlos ausgeführt werden können.
–    Eine konsequente Schonung ist der Schlüssel für eine schnelle Gesundung. Hält man sich nicht an diese Faustregel, besteht die Gefahr einer chronischen Erkrankung, die irreparable Schäden und lebenslange Beschwerden nach sich ziehen kann.
–    Zur Stabilisierung des Knies können Bandagen oder Kinesio-Tapes zur Anwendung kommen.
–    Schmerzen sind immer eine Warnung und signalisieren, dass etwas nicht in Ordnung ist. Mikrotraumata auf Grund von Training treten im Gewebe oft in Verbindung mit Entzündungen auf. Unbehandelt enden diese nicht selten in langwierigen und schmerzhaften Überlastungsschäden. Daher müssen die (Kleinst-) Verletzungen so früh wie möglich therapiert werden. Eine schon beim ersten Schmerz eingesetzte Enzymtherapie, beispielsweise mit dem apothekenpflichtigen Enzymkombinationspräparat Wobenzym® plus, spürt Entzündungen auf, aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers und beschleunigt den Heilungsprozess.
„Wobenzym® plus kann bei einem Läuferknie zu einer Linderung und einer schnelleren Heilung beitragen! Vor allem die Enzyme Trypsin und Bromelain, die in Wobenzym® plus enthalten sind, tragen durch ihre Ödemlinderung zu einer verbesserten Heilung bei! Auch die antioxidative Wirkweise des Inhaltsstoffs Rutosid (Rutin) ist nachgewiesen.“ (Steffen Wittmann, Physiotherapeut und Marathonläufer)

Langfristige Therapieansätze
Unabhängig vom Behandlungsverlauf nach der Akutphase sollte für eine nachhaltige Beschwerdefreiheit ein Orthopäde kontaktiert werden. Die weitere Vorgehensweise erfolgt anschließend abhängig von Diagnose und Ursachenforschung.
–    Kälte- und Wärmeanwendungen (Wechselbäder, Eisabreibungen etc.) sollten selbstständig vorgenommen werden, da diese den Stoffwechsel an der betroffenen Stelle anregen und den Heilungsverlauf fördern.
–    Des Weiteren können Spritzen (Infiltrationsbehandlung) in die myofaszialen Strukturen des Knies den Heilungsverlauf unterstützen, wobei prinzipiell nur biologische Medikamente verwendet werden sollten. Eine Kortisonbehandlung ist lediglich bei einer akuten Entzündung und nur im Einzelfall angebracht.
–    Schmerzmittel wie Diclofenac oder Ibuprofen können ebenfalls zu einer Abschwächung der Schmerzen führen. Eventuelle  Nebenwirkungen im Magen-Darm- und Herz-Kreislaufbereich sind allerdings äußerst aufmerksam zu beobachten.
–    Enzymtherapie: Enzyme unterdrücken im Gegensatz zu den gängigen Schmerzmitteln die Entzündung nicht, sondern fördern eine schnellere Ausheilung. Bei Überlastungsschäden und traumatischen Sportverletzungen empfiehlt sich daher die Einnahme eines Enzymkombinationspräparates wie Wobenzym® plus. Diese Arzneimittel enthalten die entzündungshemmend wirkenden Enzyme Bromelain und Trypsin sowie das Flavonoid Rutosid in hohen Konzentrationen. Studien besagen, dass Enzymkombinationspräparate im Vergleich zu klassischen Schmerzmitteln eine gleichwertige Wirkung besitzen. Sie sind aber deutlich besser verträglich – ein wichtiger Hinweis für die Langzeitanwendung bei chronischen Erkrankungen.

„Die Anwendung von Wobenzym® plus als ergänzendes Therapeutikum ist zu empfehlen. Aufgrund seiner entzündungshemmenden und abschwellenden Wirkung lindert Wobenzym® plus die Schmerzen, denn weniger Schwellung bedeutet weniger Druck im Gewebe und damit weniger Schmerz.“ (Steffen Wittmann, Physiotherapeut und Marathonläufer)

–    Eine professionelle Physiotherapie in Verbindung mit Querfriktionen, Elektrotherapie, Krankengymnastik und lokalen Massagen kann die Stoffwechselsituation an den Faszien optimieren und so den Genesungsprozess unterstützen. Zudem sollte eine gezielte Krankengymnastik muskuläre Dysbalancen ausgleichen und das eigenständige Dehnen begleiten.
–    Liegen die Ursachen des Läuferknies in einer Beinlängendifferenz, muss diese entsprechend ihrer Art ausgeglichen werden:

  • Anatomisch: Je nach Länge der Differenz reicht hier das Spektrum der Maßnahmen von Absatzerhöhung der Schuhe mit Sohlenausgleich und Einlagen über Schuhmaßanfertigungen bis zu Orthesen oder im letzten Schritt einem operativen Eingriff.
  • Funktionell: Bevor man diesbezüglich auf meist kostenintensivere Ausgleichsmöglichkeiten zurückgreift, sollte man zuerst versuchen, durch gezieltes Dehnen der verkürzten Sehnen, Bänder, Faszien oder Muskeln unter Anleitung eines ausgebildeten Physiotherapeuten die Differenz zu beheben. (Siehe geeignete Übungen unter Punkt 7)

–    Generell kann oftmals per gezielte Dehnung verschiedener Muskeln eine Linderung der Beschwerden erreicht werden. (Siehe geeignete Übungen unter Punkt 7)
–    Bewegung beinhaltet stets das Zusammenspiel komplexer muskulärer Strukturen (Gegenspielerprinzip), bestehend aus Agonisten, Synergisten und Antagonisten. Ein gestörtes Kräfteverhältnis kann zu Beschwerden führen, sodass im Einzelfall eine Stärkung einzelner Muskelgruppen als Therapie angezeigt ist. (Siehe geeignete Übungen unter Punkt 7)
–    Bleibt die konservative Behandlung erfolglos, ist eine Operation eine letzte mögliche Option. Bei einem operativen Eingriff wird der Tractus iliotibialis mittels eines z-förmigen Schnitts verlängert und somit entlastet.