Nachbericht von Daniel Mannweiler

Am 09.09.2012 startete Daniel Mannweiler für das EnzymKraft Team in Las Vegas bei der Triathlon Weltmeisterschaft über die IRONMAN Mitteldistanz.
In einem künstlich angelegten See wurden 1,9 Kilometer geschwommen. Mit 29°C Badewannentemperatur, war dies wohl noch der kühlste Abschnitt des Tages und Mannweiler beendete nach gut 30 Minuten das Schwimmen auf Platz 65.

Voller Adrenalin und Vorfreude auf die 90 Kilometer Radstrecke startete er den drei Kilometer langen Anstieg aus der künstlichen Oase heraus. Die Strecke verlief durch viele Death Valleys und über zahlreiche Anstiege der Wüste Nevadas. 40°C im Schatten und böiger Wind kosteten ihn zusätzliche viel Energie. Bei Kilometer 80 ging es aus der Wüste in die Stadt – jetzt zählte nur noch die letzten Kräfte zu mobilisieren und alles auf eine Karte zu setzen. Und diese Taktik wurde mit Platz 24 belohnt.

Nach dem Radfahren benötigte Mannweiler beim abschließenden Halbmarathon etwas Zeit um auf Tempo zu kommen. Kein Wunder, denn die zurückgelegte Radstrecke, sowie der Abschnitt im See forderten ihren Tribut. Trotzdem erreichte er durch eine sensationelle Laufleistung mit 1:28 Stunde eine der schnellsten Laufzeiten über den bergigen Kurs. Er konnte sogar noch eins draufsetzten und  die letzten vier Plätze übersprinten. Am Ende belegte er mit einer Zeit von 4:33 Stunden einen grandiosen neunten Platz.

Aufgrund dieser tollen Leistung wurde Mannweiler bester Deutscher seiner Altersklasse und ließ mehr als die Hälfte aller Profis der Weltmeisterschaft hinter sich.

Nur zwei Wochen später, am 23.9.2012, fand die Duathlon Weltmeisterschaft in Nancy/Frankreich statt. Die Strecke verlief durch die wunderschöne Innenstadt, um den Place Stanislas und den Park von Nancy. Mannweiler lief beim zehn Kilometer Lauf mit einem konservativen Anfangstempo in der Führungsgruppe. Er blieb zuversichtlich, ließ sich nicht aus der Bahn bringen und kämpfte sich weiter auf Platz 22 vor.

Auf der anspruchsvollen 40 Kilometern Radstrecke mit vielen Anstiegen und Wendepunkten bekam Mannweiler neue Kraft und fuhr in einer sensationellen Zeit von nur einer Stunde bis auf Platz neun vor. Auf den abschließenden fünf Kilometer Laufen konnte Mannweiler seinen erkämpften Platz gegen zwei Australier und einen Franzosen verteidigen. Er erreichte dankbar und voller Freude das Ziel und wurde stolzer Neunter der WM.

Bei beiden Weltmeisterschaften wurde Mannweiler bester Polizist und war schneller als die Athleten aller polizeilichen Sportförderungen weltweit.